Anja Röhl

Filmrezensionen

Ziemlich beste Freunde – Rezension

`Ziemlich beste Freunde´ ist eine Filmkomödie der Regisseure Olivier Nakache und Eric Toledano mit Francois Cluzet und Omar Sy, die momentan in Paris Bestnoten einfährt.  Kunststück, der Film  ist ein Klassenversöhnlerfilm, denn der reiche Körperbehinderte freundet sich mit dem schroffen, schwarzen Unterschichtler der Pariser Banlieue an und beide lernen dabei fremde Welten kennen. Der Arbeitslose will sich nur einen [...]

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Bessere Zeiten – Filmrezension

Pernilla August spielte in Ingmar Bergmans »Fanny und Alexander« eine Haushälterin und später in »Star Wars« die Mutter von Anakin Skywalker. Ihr Spielfilmregiedebüt »Bessere Zeiten« ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans, der im Schweden der 70er Jahre spielt. Ohne Kontakt zu ihren alkoholkranken Eltern hat Leena (Noomi Rapace) sich in [...]

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Halt auf freier Strecke – Filmrezension

17.11.11 / jw-Feuilleton
Sterben und Tod auf die Leinwand zu bringen ist riskant, die meisten Menschen verdrängen diese Themen lieber. Andreas Dresen hat sich diesem Krankheitsbild angenommen und daraus einen ungewöhnlichen Film gemacht, der weniger schockiert als beruhigt.
Ein Mann ( einzigartig gespielt von Milan Peschel) erfährt, dass er einen bösartigen Hirntumor hat, der ist an einer [...]

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Nach der Stille – Filmrezension

28.9.11 / Feuilleton / junge welt
In der palästinensischen Stadt Dschenin/Jenin  suchen die Menschen seit einiger Zeit nach kulturellen Antworten auf den Alltag, dessen Traumatisierungen nicht mehr ohne Schaden zu nehmen bewältigbar scheinen. Als der anrührende Dokumentarfilm »Das Herz von Jenin« (2008) dort nicht gezeigt werden konnte, weil es kein Kino mehr gab, beschlossen die deutsche [...]

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Le havre von Aki Kaurismäki – Filmrezension

In: Ossietzky 20
Dieser Film widmet sich dem unsichtbaren Widerstand im Alltag, den eine entrechtete Gruppe für eine andere leistet, sie spielt in Frankreich, dem Land, in der das Volk durch die Französische Revolution gelernt hat, dass die Menschen ein Recht auf Widerstand gegen die Obrigkeit haben, versteckt oder offen, je nach Stärke der Bewegung, je [...]

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Die Frau die singt – Filmrezension

23.6.11 /  jw / Feuilleton
 
Es beginnt mit einer traurigen Musik über einer öden Berggegend. In einem verfallenen Haus ohne Fenster werden zehn- bis zwölfjährigen Jungen die Haare geschoren, von Soldaten. Keiner spricht ein Wort, die Kinder sind apathisch, auf den Knien der Männer liegen Gewehre. Die Kamera schwenkt nach unten. Man sieht die nackten Füße [...]

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Der Dieb des Lichts – Rezension

jw/Feuilleton/15.4.11
Kirgisien, drei Revolutionen seit der »Unabhängigkeit«: Machthaber im Nadelstreifenanzug, Demonstrationen in den Großstädten, so etwas tangiert ein kleines Dorf in einer staubigen Steppe, von Bergen umgeben, wenig. Die Folgen allerdings schon.
Die Leute sind jetzt arm, während sie »früher angesehen und wohlhabend waren«. Besonders diejenigen Güter, die alle brauchen, sind teuer geworden, fast unbezahlbar, selbst Strom. [...]

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Oba Blaiba – Film über Stuttgart 21

Zu Anfang hört man Leute reden: „Die Zeit ist reif – Das entspricht nicht unserem Demokratieverständnis“, man hört es rhythmisch donnern, die Abrissbirne? Man sieht es nicht, stattdessen Demonstrierende, dazu Glockengeläute, Bilder von riesigen Demos im Zeitraffer, übereinander geschnittene, sich abwechselnde Bilder eines riesigen Protestaufkommens, ein Film, mit dem man in die Initiativen gehen kann, [...]

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Stadt Land Fluss – Berlinale – Rezension

Ein Film vom Erwachsenwerden und dem Leben auf dem Lande ist der Film “Stadt, Land, Fluss” von Benjamin Cantu (Reihe 14Plus), der in einer ehemaligen LPG in Brandenburg spielt, wo junge Lehrlinge, darunter sogar ein Mädchen, zu Landwirten ausgebildet werden. Die Kamera geht einen Sommer lang mit auf Ernte. Die Bauernkinder sind schweigsam und tun sich schwer [...]

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V Subboto – Tschernobyl-Drama – Berlinale – Rezension

V Subbotu von Alexander Mindadze: An einem Samstag:  Die Bilder des zerstörten und innerlich glühenden Reaktors wirken bei Sonnenschein und Maifeiern, mit lachenden und trinkenden Menschen harmlos, keiner kann, keiner will glauben, was „Jonny“, der ehemalige Schlagzeuger der Musiker aus der Elektrikergruppe von Block 3, sagt, der plötzlich in der Tür steht und wie geisteskrank [...]

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