Anja Röhl

Lyrik und Prosa

NIE-Company mit zwei Stücken im Grips

Zwei Stücke führte die international auftretende Compagnie am Mittwoch und Donnerstag in Berlin im Podewil, vom Grips-Theater eingeladen, auf, beide handeln von der Verarbeitung der Nazizeit durch Kinder. Kinder sind heute die letzten noch lebenden Zeitzeugen, die Gestaltung ihrer Erlebnisse haben sich die Theaterleute aus Norwegen, Tschechien und England in diesen beiden Stücken zum Ziel […]

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Scherben im Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg – Rezension

Das Theaterstück Scherben (broken glass), von Arthur Miller, ist erst 1994, als Spätwerk des 80-jährigen Dichters  uraufgeführt worden. Das Thema ist eine gekonnte soziopsychologische Studie, in dessen Verlauf sich der vermeintlich Gesunde als krank und die Kranke als gesund herausstellt. Gleichzeitig thematisiert es den Selbsthass.   Und zwar den, der durch massive und lang andauernde […]

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GlückAufFest in Senftenberg

 16.9.13 / jw/ Feuilleton Das vom Senftenberger Theater schon zum 10. Mal ausgerichtete GlückAufFest, ein Theatermarathon von 12 Stunden (angekündigt 9 ½) knüpft an die Arbeiterfeste in der Niederlausitz an, wo bekanntlich nach der Wende die West-Konkurrenz im Eiltempo die Arbeiterstätten abwickelte und im wahrsten Sinne des Wortes platt machte. Wie das geschah, warum das […]

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Chilegedenken in der Wabe am 11.9. in Berlin

13.09.2013 / jw/ Feuilleton Ein Abend über Angst und Widerstand: In Berlin wurde an den 11.9.1973 in Chile erinnert: Vierzig Jahre nach dem faschistischen Putsch in Chile versammelten sich am Mittwoch mehr als 300 Menschen in der überfüllten Berliner Wabe, um zu zeigen, daß sie nicht vergessen, was damals geschah und warum es geschah. Bezogen […]

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Hedda Gabler im DT – Rezension

16.5.13 / Hedda Gabler in der Regie von Stefan Pucher, in der deutschen Textfassung von Peter Zadek. Hedda leider etwas  zu modernistisch,  zu steif,  zu maniriert Doch Margit Bendokat in einer Nebenrolle, die im Lehnstuhl sitzende Tante Juju spielend, schafft Großes: Als eine Vertreterin einengender, kleinkarierter Aufstiegswünsche von abstiegsgefährdeten Neureichenschafft sie eine feine ironische Subtilität, […]

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Mein Name ist Mensch – Rezension Tanztheater in Stralsund

Das perform(d)ance Theater in Stralsund hat zusammen mit dem Theater Vorpommern und einem international zusammengesetztem Team ein großes Projekt gestemmt: Etwas Grundsätzliches zum Thema Mensch, die Erinnerung daran, dass wir Menschen sind und das Nachdenken darüber, was das bedeutet. Tanzen, Ausdruckstaz, frei, selbst bestimmt. Mit über 100 Schülern eines achten Jahrgangs. Stefan Hahn, (Gründer und […]

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Gina Pietsch singt Bertolt Brecht

jw Feuilleton / 14.12.12 Die „grande dame“ der DDR betritt das kleine Plafont der Ladengalerie in der Torstraße, als setze sie ihre roten Schuhe auf die Bühne des Friedrichstadtpalastes. Frenetischer Beifall begrüßt sie. Sie lacht, sie strahlt, sie singt und haucht, brüllt und tanzt und die Verstärkung des Mikros bricht sich alsbald an den Scheiben und Wänden […]

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Muttersprache Mameloshn

jw/feuilleton/17.9.12       Ein feines psychologisches Stück ist Marianna Salzmann mit ihrer Generationenbeobachtung dreier Frauen gelungen: Großmutter, Mutter und gerade erwachsene Tochter wohnen auf einem Haufen zusammen und gehen sich auf die Nerven. »Muttersprache Mameloschn« (ein Synonym) in der Regie von Brit Bartkowiak sieht am Berliner DT aus wie kurz vor oder kurz nach […]

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Neue deutsche Erziehung

8.8.12 / junge welt / Feuilleton Morgens im Zugabteil. Zwei Kinder, zirka sechs und vier Jahre alt, Mutter und Vater reden auf die Kinder ein. Mutter: Toni, wenn das jetzt schon anfängt, dann setz ich dich beim nächsten Bahnhof raus, dann kannst du den Rest des Weges zu Fuß gehen! Vater: Guck mich an, wenn du mit […]

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Sarrazin, die SPD und die neue Rechte – Buchrezension

jw / Feuilleton / 14.2.12 Für seinen 2010 veröffentlichten Bestseller »Deutschland schafft sich ab« ist Thilo Sarrazin nicht aus der SPD rausgeflogen. Auch wenn der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel die Ansicht vertreten hatte, der ehemalige Berliner Finanzsenator sei nicht mehr in der Partei zu dulden. Es war das zweite Parteiordnungsverfahren, das Sarrazin überstand. Nachdem er 2009 […]

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