Anja Röhl

Theaterrezensionen

Woyzeck – Gefängnistheater AufBruch – Rezension

Dem Gefängnistheater AufBruch ist eine ungeheuer frische Fassung des Woyzecks gelungen.  Es spielt an einem Ort, dem der Dichter, Revolutionär und Autor des 200 Jahre alten Stückes, Georg Büchner unbedingt zugestimmt haben würde, dem Knast. In diesem Fall der Jugendstrafanstalt Berlin. Da, wo noch heute all diejenigen landen, die ihre Verzweiflung, ihre Deklassiertheit und Ausgeschlossenheit […]

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Ich bin nicht Rappaport – Hamburger Kammerspiele – Rezension

Ich bin nicht Rappaport – Das erste Stück unter der künstlerischen Leitung von Sewan Latchinian in den Hamburger Kammerspielen Den Theaterintendanten der Hamburger Kammerspiele, Axel Schneider, hat der Ruf Latchinians, unbequem zu sein, nicht abgeschreckt. „Es ging in Rostock um die Schließung mehrerer Sparten. Das hat er verhindert. Das war eine Leistung für die Kulturstadt […]

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Die Schauspieler v. Einar Schleef im AufBruch-Gefängnistheater – Rezension

Aus Anlass des 75. Geburtstags des Regisseurs Einar Schleef (1944 bis 2001) hat sich das AufBruch-Team dieses Jahr erneut in den ehemaligen Flughafen Tempelhof begeben. Dort brachten sie sein Stück: DIE SCHAUSPIELER in einem riesigen Hangar und einer Küche, wo vor Kurzem noch echte Unterkünfte für Geflüchtete gewesen waren. Das Bühnenbild wurde also schon durch […]

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Giovanni – eine Passion – Rezension

Eine sehr eigenwillige Giovanni-Aufführung wird derzeit in der Neuköllner Oper gegeben, in ihr tritt eine Männergruppe gegen eine Frauengruppe auf, in ihr wird der Widerspruch Machismo und Hingabe, Männerfreuden und Frauenelend allgemein verhandelt. Und in der Musik vermischt sich das Heute mit dem Gestern, die Jahrhundert-Musik Mozarts kommt wie in einem aufbrausenden Meer unterschiedlichster Töne […]

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Casting Clara in der Neuköllner Oper – Rezension

Pünktlich zum Geburtstag von Clara Wiek, verheiratete Schumann, dem bedeutendsten Wunderkind und Star des 19. Jahrhunderts, gab es in der Neuköllner Oper eine Happy Birthday-Clara -Veranstaltung, ihr zu Ehren.  Nach dem Musiktheaterstück: Casting Clara, einer wunderbar gelungenen Aufführung, fand dann noch eine Podiumsdiskussion über Gleichberechtigungsfragen statt. Auf dem Podium wurde die Frauenrealität einmal kurzzeitig umgedreht, […]

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Amir – von Nicole Oder am Berliner Ensemble BE. – Rezension

Berliner Ensemble, kleine Bühne, nichts für Rollifahrer, der Fahrstuhl ist noch nicht gebaut, man muss Treppen hochsteigen, die Bühne ist schwarz, bei Eintritt sieht man eine sich um ihre Mitte drehende riesige Betonmauer, die von vier jungen Leuten in Trainingsklamotten angetrieben wird. Die Zuschauer strömen in den Raum, die Protagonisten auf der Bühne rennen und […]

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Der nackte Wahnsinn – im Ramba Zamba Theater

Einen sehr fröhlichen Einblick hinter die Bühne gewährte das Rambazamba – Theater mit dem Stück „Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayns aus dem Jahre 1982.  Das Stück zeigt uns, im Gegensatz zu dem, was das Publikum zu sehen bekommt, einen Blick in die echte Welt der Theaterleute, nämlich in die Welt der zermürbenden Proben, hinter […]

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Das Nacktschneckengame im Grips Theater. – Rezension

Das Nacktschneckengame im Grips-Theater Siebte Klasse, Sexualkundeunterricht. Aber nicht für alle: Selma (Katja Hiller) und Anni (Lisa Klabunde) haben sich mit Edgar (Marius Lamprecht) und Junis (Jens Mondalski) auf die Toilette verdrückt, sie meinen, sie wüssten schon alles bzw. wollen lieber praktisch werden. Allerdings wissen sie noch nicht so genau, worauf sie Lust haben. Ihre […]

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Jeder stirbt für sich allein im Hans-Otto-Theater. – Rezension

Hans Fallada zu dramatisieren, seine Romane für das Theater oder Film zu adaptieren, ist eine dankbare Aufgabe, denn er hat seine Dialoge schon selbst geschrieben. Man muss nur die Beschreibungen und Erzählsequenzen in Bilder umsetzen, dann hat man das Stück schon. Er selbst sah alle Bücher als Filme vor seinem geistigen Auge, das ist überliefert. […]

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9 Tage wach in der Neuköllner Oper. – Rezension

Der Spiegel Bestseller, der autobiografische Roman „9 Tage wach“, von Eric Stehfest, erlebte nun in der Neuköllner Oper in der Fassung von John von Düffel, plus Komposition und Musik des Christopher Verworner und Claas Krause, unter der Regie von Fabian Gerhardt, seine Uraufführung. (11. April) Das Musiktheaterstück handelt von Drogen und Abstürzen, es wird getanzt […]

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