Anja Röhl

Theaterrezensionen

Martinus Luther, Danton und Leonce und Lena am Theater Vorpommern

Am deutschen Einheitswochenende gedachte man in Stralsund und Greifswald mit zwei Premieren und einer Preview der deutschen Geschichte: In Stralsund feierte „Martinus Luther“ Premiere, in Greifswald gab man Büchners Drama: „Dantons Tod“ als Preview, am Abend dann die Komödie: „Leonce und Lena“ als Premiere. Was also und wer also war für die deutsche Geschichte prägend?  […]

weiter lesen »

Alle außer das Einhorn – Rezension

Hinter dem neuen Grips-Stück für die späte Kindheit: „Alle außer das Einhorn“ von Kirsten Fuchs, in der Regie von Robert Neumann, verbirgt sich ein wirklich genialer Wurf über Cybermobbing.  Das Stück lässt die Kinder jubeln und die Erwachsenen erschüttert und aufgewühlt zurück.  Der Moloch, mit dem die Kinder kämpfen, von dem haben die Erwachsenen keine […]

weiter lesen »

Monbijou- Sommertheater in Berlin – Rezension

Das Monbijou-Theater in Berlin Mitte mit Nebenverdienst Bar, Restaurant, Tanzufer verfolgt das Konzept:  Abkehr vom großen Haus hin zu ideenreichen Volkstheatervarianten, wo klassische Stücke komödiantisch verfremdet, mit Spuren von Kabarett angereichert, auf Holzbänken unter freiem Himmel, mit grob zusammengehauenen Rundbühnen ein touristisches Boulevardpublikum ansprechen wollen, das sich geistreich amüsieren will. Wie ich erfuhr, ist das […]

weiter lesen »

Hamlet im Rostocker Sommertheater – Rezension

Ein wunderbar humoristischer »Hamlet«, frei von jeglichem Pathos, ist in diesem Sommer auf einer Freilichtbühne in Rostock zu sehen. Die Ränge des kleinen Theaters der »Compagnie de Comédie« waren bei der Premiere am 26. Mai übervoll. Zu Beginn gehen Rosenkranz und Güldenstern (Eugen Krößner, Peer Roggendorf), zwei trottelige Büttel des Königs Claudius, durch die Zuschauerreihen […]

weiter lesen »

Der Schuss in der Neuköllner Oper – Rezension

Zu seinem eigenen Teil der eigenen Geschichte spürt man eine hohe Verantwortung und hat einen großen Anspruch, wenn man sie erkenntnistheoretisch zu durchdringen und künstlerisch zu verarbeiten sucht. Die Neuköllner Oper, als linke Volksoper selbst ein Produkt der 68er Zeit, jahrelang nomadisierend auf Plätzen und in Kirchen spielend, hat sich nun als „Alternatives Musiktheater“ der […]

weiter lesen »

Terror – im Theater Konstanz – Rezension

Am Samstag, 6. Mai, fand in Konstanz die Premiere von Ferdinand von Schirachs Theaterstück „Terror“ statt. Es ist eines der derzeit meistgespielten Stücke und spätestens seit der TV-Version vom Oktober 2016 in aller Munde.  In Konstanz, in der Regie von Mark Zurmühle, überrascht es durch Haltung und Dialektik in der besonderen Ausgestaltung Ursprünglich war ich […]

weiter lesen »

Schwestern – Rezension

  Sehnsucht, Abhängigkeit, Eingeschlossensein und Sinnsuche sind die Themen, die Tschechov in seinem Drama bewegt, daraus hat das Ramba Zamba Team ein Tanztheater gemacht.   Die Zuschauer des Ramba-Zamba-Theaters erwartet eine Überraschung: Sie kommen erstmalig in einen Raum, den sie noch nie gesehen haben, um einen rechteckigen Grund herum, ähnlich einem leeren Schwimmbecken, stehen die […]

weiter lesen »

Trennung für Feiglinge – Rezension

Eine kleine französische Komödie bringt die Rostocker Compagnie de Comedie´ neuerdings auf die Bühne. Im Stück: Trennung für Feiglinge (von Clement Michèl) geht es um Entfremdung, Unechtheit und Falschheit in modernen Zweier-Beziehungen. Die Entfremdung, die die Warenbeziehungen im Kapitalismus bestimmt, durchziehen auch zunehmend alle Bereiche menschlicher Beziehungen. Paul (wunderbar Männer-ironisierend gespielt von Peer Roggendorf), klagt […]

weiter lesen »

Die Gerechten von Camus in Oldenburg – Rezension

Oldenburg, fast schon vor Holland, hinter Bremen, ganz weit im Nordwesten, danach kommt nur noch Leer,  Oldenburg inmitten einer von der Fleischmafia bestimmten Landwirtschaft, wie Wolfgang Schorlau in einem seiner Krimis beschrieb. Am Tag vor meiner Reise hörte ich im NDR Kultur einen Beitrag über ein Theaterstück von Albert Camus, was gerade wieder in Oldenburg […]

weiter lesen »

Tod eines Handlungsreisende in den Kammerspielen am Deutschen Theater Berlin – Rezension

Ein Mann, dessen zwei Söhne erwachsen sind, kann nicht mehr mithalten auf dem Karussell des Kapitalismus  –  ein sehr aktuelles Thema, wo die Vorruheständler sich bei Krankheit in Hartz IV wiederfinden und die Rentner Flaschen sammeln müssen um zu überleben. Die Verkaufszahlen eines Versicherungsvertreters sinken und daher hat der Sohn vom alten Chef „Lomann“ rausgesetzt […]

weiter lesen »