Anja Röhl

Das Elend der Verschickungskinder

Das erste grundlegende Werk zum Thema Verschickung

Was bedeutete Verschickung, was ist bis 2019 darüber bekannt gewesen, was sind die wissenschaftlichen Hintergründe und Ursachen dieser Medizinindustrie gewesen, warum ist es in diesen Institutionen zu Gewalt gekommen und welche Wege sollte die zukünftige Aufarbeitung und Erforschung dieses Phänomens gehen?

Buchveröffentlichung:  hier

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Das Buch ist nur durch die „Initiative Verschickungskinder“ möglich geworden, ich danke den vielen Betroffenen, die mir ihre Berichte zugeschickt haben! Durch sie habe ich die Kraft zu diesem Buch gefunden. Ihre Berichte haben mich beflügelt und angespornt, die Grausamkeit, die ihnen widerfahren ist, hat mich wütend gemacht. Ihre Angst war auch meine Angst, ihre Wut ist auch meine Wut, ihr Elan hat mich vorwärtsgetrieben zu diesem Buch, das den Anfang einer Forschung markiert. Es ist eine erste wissenschaftlichen Skizze, von der aus vertiefende Forschung ausgehen muss, diese kann nur von unseren Erinnerungen ausgehen, und nicht von den Akten in den Kellern der Träger, die sich da auch meistens längst nicht mehr finden lassen. Akten sind manchmal aber noch vorhanden, Akten der Heime, aus denen man indirekt etwas entnehmen kann. Untervesetzung von Personal, Überbelegung von Betten, eiskaltes Kalkül, was Kinder zur Ware erklärt.  Die Taten sind verjährt, die Täterinnen lange tot, aber unsere Erinnerungen leben. Sie bescheren uns Alpträume, sie wollen sich nicht beruhigen. Wir wollen uns nicht beruhigen. WIR wollen es wissen!   –    Was ist da geschehen? WIR wollen es aufklären. Wir brauchen Archive in jedem Bundesland, für unsere Erinnerungen und unseren Erinnerungsaustausch! Wir brauchen Historiker an unserer Seite, die mit uns Akten heben, wir brauchen Büros in jedem Bundesland. Wir wollen aufklären und die Hintergründe erforschen. Unser persönliches Schicksal ist ein politischer Skandal, der bisher nicht aufgedeckt, sondern von Verantwortlichen bewusst zugedeckt wurde. Politik und Trägerinstitutionen müssen sich ihrer Verantwortung stellen und unsere Aufarbeitung tatkräftig unterstützen! Die Wahrheit muss ans Licht der Öffentlichkeit!  Dafür kämpfen wir!

Schließt euch uns an: Zusammen mit der Initiative Verschickungskinder,  www.verschickungsheime.de, bist du stärker, bist nicht mehr allein!

 

Kommentare

Es gibt 3 Kommentare für "Das Elend der Verschickungskinder"

  • Christa Voigt sagt:

    Ich war vom 2. Okt. 1953 – 10. Nov. 1953 im Kinderkurheim Reinhardshausen bei Bad Wildungen. Ich weiß das so genau, weil in meinem Halbjahr-Zeugnis der Kath. Volksschule ein entsprechender Eintrag zu finden ist. Ich war 9 Jahre alt und kann mich an viele schlimme Erlebnisse dort erinnern.
    Ich besitze noch ein altes Foto aus dieser Zeit, auf dem 13 Kinder zusammen mit unserer „Tante Marianne“ abgebildet sind. Wer erkennt sich auf diesem Foto wieder?
    Liebe Grüße Christa Voigt

  • anja sagt:

    Danke, liebe Christa,
    Wenn du mit anderen in Kontakt kommen willst, schau dich auf der Seite der Initiative Verschickungskinder um: http://www.verschickungsheime.de, dort gibt es viele Infos und auch ein FORUM, wo du mit anderen direkt in Kontakt treten kannst, Liebe Grüße, Anja

  • Thomas Piper sagt:

    ich war 1967 als 9jähriger mit meinem Bruder für 6Wochen in Bad Reichenhall zur Kur,war eigentlich im Rückblick gar nicht so übel,man hat Reisen gemacht nach Salzburg,ins Salzbergwerk,aufn Predigtstuhl mit der Seilbahn usw.,man is doch damals ganz schön rumgekommen,natürlich hats auch mal von den Fräuleins mal ne Watschen gegeben,meinem Bruder haben sie dann mal die übriggebliebenen Fettreste vom Mittagessen der gesamten Gruppe in den Mund gestopft ,die hat er dann aber gleich wieder aufm Klo ausgespuckt ,Mittagsschlaf war obligatorisch,nur unsre mitgebrachten Süßigkeiten (russisch Brot) wurde dann an andere Kinder verteilt,das hat uns schon geärgert,alles in allem denke ich gern daran zurück

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