mit erschüttern habe ich den Stern Artikel von/über Sie gelesen.
Ich habe denn kurz mit Jutta (Ditfurth) gemailt, was ich tun kann.
Ich habe mich einmal in einer ähnlichen Situation befunden, die
Sie beschreiben. Von daher kann ich schon empathisch nachvollziehen,
was das für Sie bedeutet und welche Folgen/Auswirkungen es für Sie
hat. Ich habe dann auf mehreren Internetportalen Diskussionen darüber
begonnen und werde nun, ich sage mal, als Ulrike Meinhof Sympatisantin,
als böse Linke und was weiß ich nicht alles tituliert.
(Links zu sein war in diesem Land eben schon immer schwieriger als Rechts!)
Dann gibt es auch diejenigen, die aus Ihrer Geschichte offensichtlich eine
Jutta Ditfurth/Ulrike Meinhof Geschichte machen……*?*
Vor allem ihre “reizende” Halbschwester Bettina Röhl wettert ja recht
gut. Allerdings ist das nur pompös aufgeblasener Quatsch und hat mit ordentlichem
Journalismus überhaupt nichts zu tun. Wenn Ihre Halbschwester auch nur
den Mund aufmacht kommt da gleich diese rechte Hetzkampagne hervor die,
wie auswendig erlernt, erscheint. So zumindest mein Eindruck.
Ich meine ich verstehe ja, dass es bestimmt nicht leicht war in diesem Land
als Tochter von Ulrike Meinhof aufzuwachsen aber der Stachel sitzt bei B.Röhl
auch nach 34 Jahren, wohl sehr tief. Was bedauerlich ist.
Liebe Anja,
wenn ich also etwas zu Ihrer Unterstützung tun kann, dann lassen Sie es mich
bitte wissen.
Es grüßt Sie herzlichst,
Andrea
Liebe Anja!
eine berührende und sehr treffende Beschreibung von dem ,was Sie als “sanften Mißbrauch” beschrieben haben.Ich habe ähnliches erlebt und genau diese “Sanftheit” macht es später noch viel unmöglicher,darüber zu sprechen.(es hat ja nicht wehgetan..)
Danke für Ihren Mut damit an die Öffentlichkeit zu gehen!
Alles gute für Sie !
die zeit ist reif für eine pädophiliedebatte und trotzdem erleben und ernten manche opfer misstrauen oder werden der unwahrheit bezichtigt , indem ihnen vorgehalten wird, warum sie erst nach jahrzehnten über ihre schrecklichen geschehnisse berichten.
es ist immer noch nicht selbstverständlich, liebe Anja Röhl, als missbrauchsopfer aus der rechtfertigungsecke herauszukommen und gerechtigkeit zu erhalten. insbesondere, wenn die pädokriminellen männer zur gesellschaftl. prominenz zählen.
ich bin entsetzt über das, was ihnen schon in der kindheit widerfuhr und wie sie durch das bisherige schweigen mit dieser schrecklichen last leben mussten.
gut, dass sie den mut gefunden haben, dieses tabuthema als betroffene öffentlich zu machen. denn hier zeigt sich nur die spitze eines eisbergs!
es ist bezeichnend für die frauenabwertung, -demütigung , wenn nicht sogar ein beweis für frauenhass, dass männer das ` lolita-prinzip` kreiert haben, damit sie sich ein alibi verschaffen für ihre pädo-sexuellen phantasien und ihr pädo- sexuelles begehren jungen mädchen, kindern gegenüber – und somit die schuld auf unschuldige junge mädchen abwälzen.
wie feige sind diese männer , dass sie nicht einmal den mut besitzen und ihr fehlverhalten eingestehen? wie kann männern überhaupt noch vertraut werden, wenn sie sogar kleinstkinder mit sinnlichkeit und erotik in verbindung bringen, wie herr Röhl es getan hat?
ich verabscheue diesen mann auch wegen seiner pädo-porno-postille `konkret`..
es grüsst sie ganz herzlich Anne – lassen sie sich nicht von menschen runterziehen, die ihnen schlecht gesonnen sind .
Liebe Anja,
ich bin am selben Tag geboren (19.02.1955) wie Sie und bin im selben Alter und auf ganz ähnlich “sanfte” Art und Weise von meinem Onkel missbraucht worden.
Erschwerend hinzu kommt, dass ich den Verdacht habe, dass mein Onkel damals einen Sexualmord, der nie aufgeklärt wurde, begangen hat.
Ich kenne den Namen des getöteten Kindes, so ungefähr das Jahr, weiß noch, wo der Tatort war und andere Details. Vor einer Anzeige aber hatte ich Angst.
Ihr mutiger Bericht hilft mir, nach einem kompetenten Ansprechpartner zu suchen.
Birgit
Immer wieder kommen diese schrecklichen Bilder hoch und mir tut bis heute die Familie dieses Mädchens leid, da der Mörder wohl nie gefunden wurde.
die Debatte geht weiter. Bitte nicht klein kriegen lassen. Da gibt es mehr Leute die hinter dir stehen, als du denkst.
Habe jetzt ein Forum zum Thema “sexueller Missbrauch” eröffnet.
Wenn du mich mit Infos zum hier diskutierten Thema, versorgen kannst die ich dort im Forum benutzen darf, dann wäre das toll! Page ist: Chaotenzentrale.de.
Ich habe hier auf meiner Seite, wenn Sie etwas nach unten scrollen, einen kurzen Beitrag unter dem Titel, wo ich für Frauenorganisationen spenden kann, dort habe ich die Wildwassergruppen angeführt, von denen können Sie sich eine in Ihrer Nähe aussuchen, da können Sie persönlich vorbeischauen, ansonsten unterhält auch der Kinderschutzbund viele gute Beratungsstellen für Betroffene, da ist ehrenamtliche Arbeit absolut erwünscht, beim Frauennotruf in Kiel sind gute Leute, MISS-Beratungsstelle in Bergen auf Rügen, überall kann man spenden, aber oft sich auch nützlich machen
Grüße
Anja
Durch Zufall bin ich auf diese Seite geraten ,ich hatte einen Stiefvater der mich auch quälte. Nach fast 4o Jahren kam dann mein totaler Zusammenbruch.Meine Schwester war auch betroffen,als sie mit 17 Jahren auszog fing für mich so richtig die Hölle an.Ich bin auch der Meinung das dieses Verhalten unbedingt stärker an Die Öffentlichkeit muß.Bin ich froh das es Menschen wie Anja Röhl gibt.Ich wünsche dir alles Gute.Gruss Gabi
Ich finde es außerordentlich mutig von dir, diese Dinge öffentlich zu machen und bewundere dein Durchhaltevermögen.
Es ist in der Tat allerhöchste Zeit, die Pädophiliedebatte aufzunehmen, und vor allen Dingen die Richtung der Diskussion nicht von den Tätern bestimmen zu lassen!
Auch “sanfter Missbrauch” ist Missbrauch. Alle, die das Glück hatten, kein Opfer zu werden, sollten sich dennoch mit diesen Taten auseinandersetzen und die Opfer unterstützen.
die zeit ist nie wirklich reif. und es ist dennoch gut, dass die wahrheit offenbar wird.
denn es gibt noch immer dieselben widerstände und auch die aggressionen wider die opfer solcher taten. (hab die taz-leser-kommentare gelesen)
aber dennoch es ist gut, dass sie davon schreiben.
Hallo, ich bin hier zufällig gelandet. Ich kenne sie zwar nicht, aber ich glaube, dass ihr Leben in vielfacher Hinsicht überaus schwierig war. Trotzdem scheinen sie ihr Schicksal gut gemeistert zu haben.
Das Thema MIssbrauch ist allgegenwärtig. Als ich noch sehr klein war, sicher unter 5 Jahre alt, passierte mir ähnliches. Ein angeheirateter Großonkel, den ich mit einer Großtante einmal im Jahr besuchen ging, zog sich jedesmal mit mir ins Nebenzimmer zurück, berührte und küsste mich. Es war eklig. Dieser Mann war kein Linker, sondern ein Nazi. Als ich Lehrling war, hatte ich zwei Chefs. Einer von ihnen forderte mich ständig auf, mit ihm zu schlafen. Ich war ca. 16 Jahre alt, sah aber aus wie elf, oder zwölf. Manchmal wurde er richtig aggressiv, weil ich immer höflich, aber bestimmt ablehnte. Das ging über drei jahre so, fast Tag für Tag. Er sprach immer wieder junge Frauen an und hatte auch Erfolg damit. Seine Frau machte dabei mit. Es ärgerte ihn wahnsinnig, dass ich nicht auf ihn einging. Da brachte er einmal seine Stieftochter mit. Sie war ungefähr in meinem Alter. Er setzte sich auf einen Sessel, sie musste sich auf seinen Schoß setzen und dann küsste er sie lange und innig. Dieses Schauspiel war für mich gedacht, das begriff ich, vermutlich soltle es etwas ähnliches wie eine Aufforderung sein. Ob er mit ihr geschlafen hat weiß ich nicht, aber ich nehme es an und vermutlich wusste auch davon seine Frau. Dieser Mann war ein Linker.
Man sollte nicht so großes Gewicht auf die politische Ausrichtung der Täter legen. Politische Gesinnung ist meistens nicht mehr, als ein Gewand, das sich jemand anzieht, um es irgendwann gegen ein anderes zu tauschen. Das wahre Wesen eines Menschen ist nie politisch, es verbirgt sich nur oft erfolgreich hinter politischen Aussagen.
Ich glaube es kommt nie auf die politische, oder religiöse Überzeugung an und ich glaube auch nicht, dass diese Männer wirklich pädophil sind. Es macht es nur leichter, weil man sich im Recht wähnt, wenn andere behaupten, man handele richtig. Sie nehmen einfach was sie leicht bekommen können und was sich möglichst wenig wehren kann. Es trifft ja auch nicht nur Mädchen. Ich habe zweimal Buben mit alten Männern gesehen, wo ich absolut sicher war, dass sie missbraucht werden. Aber es waren Fremde und nur weil man das Gefühl hat, es wäre so, wird niemand einschreiten.
Es wäre wichtig, dass die Betroffenen sich nicht dort, oder da äußern, sondern dass man eine zentrale Stelle schafft, für die ganze EU, wo man Fälle sammelt, denn erst die Masse macht Eindruck.
In einem islamischen Land hat einmal eine Zeitung, oder ein Radiosender (ich erinnere mich nicht genau) Jugendliche aufgefordert, Briefe über ihre diesbezüglichen Erlebnisse zu schreiben und man war überrascht, dass so viele Jugendliche tatsächlich darüber schrieben.
Hallo Anja!
Super,vielen Dank für Deinen Mut!! Endlich ein “Opfer” welches keine Scham zeigt.
Ich würde auch gerne an die Öffentlichkeit gehen, mir fehlt aber leider die Energie,da mich meine Depressionen noch im Griff haben,die mir durch Mißbrauch (kein sexueller) richtig reingedrillt wurden. Trotz einiger Therapien beherrschen sie mich immer noch!
Da ich nicht sexuell mißbraucht wurde,wäre mein Anliegen den Begriff Mißbrauch in der Öffentlichkeit weiter zu definieren und der Öffentlichkeit beizubringen ” in die Wahrheit zu schauen” und auch etwas zu unternehmen,einschließlich der Behörden. Durch meine Lebensgeschichte,bin ich kaum in der Lage meinen Lebensunterhalt selber zu verdienen, da solche Erlebnisse immer zu jeder Tages- und Nachtzeit mitgeschleppt werden und an denen man schwer zu tragen hat.So schwer,daß das Grundgefühl schwer,schwach,phlegma meine anderen Gefühle gar nicht hoch kommen läßt und ich somit mehr halbtot als lebendig rum laufe. Wir sollten der Öffentlichkeit klar machen, daß es SEELISCHER MORD ist und dieses auch so bestraft wird. Was sind sechs Jahre Haft ,wenn Betroffene ein Leben lang damit zu tun haben?Dahin sollte das Bewußtsein in der Öttentlichkeit gesteuert werden. Ich habe noch viele Ideen, die ich hier wohl als Deutscher in Österreich umsetzen werde, da ich die Generationen nach mir schützen will, weil es kein Leben ist mit den Grundgefühlen “Schwach , Minderwertig, Null Bock auf Nichts und in den schlimmsten Phasen, quälende, zerreissende Selbstmordgedanken sein Leben bestreiten muß!! Das ist kein Leben!!!!!!
Ich hoffe Du machst weiter und es bleibt nicht bei dem einen Artikel – wir können ja Ideen austauschen!!! Vielen, vielen Dank noch Mal für Deinen Mut auch, ich glaube im Namen der jetztigen und nachfolgenden Opfer, die es hoffentlich bald nicht mehr so zahlreich geben wird, wenn wir das Bewußtsein für Mißbrauch in der Öffentlichkeit stärken.
MfG
Jens
Es gibt 13 Kommentare für "Die Zeit ist reif – zur Pädophiliedebatte"
Liebe Anja,
mit erschüttern habe ich den Stern Artikel von/über Sie gelesen.
Ich habe denn kurz mit Jutta (Ditfurth) gemailt, was ich tun kann.
Ich habe mich einmal in einer ähnlichen Situation befunden, die
Sie beschreiben. Von daher kann ich schon empathisch nachvollziehen,
was das für Sie bedeutet und welche Folgen/Auswirkungen es für Sie
hat. Ich habe dann auf mehreren Internetportalen Diskussionen darüber
begonnen und werde nun, ich sage mal, als Ulrike Meinhof Sympatisantin,
als böse Linke und was weiß ich nicht alles tituliert.
(Links zu sein war in diesem Land eben schon immer schwieriger als Rechts!)
Dann gibt es auch diejenigen, die aus Ihrer Geschichte offensichtlich eine
Jutta Ditfurth/Ulrike Meinhof Geschichte machen……*?*
Vor allem ihre “reizende” Halbschwester Bettina Röhl wettert ja recht
gut. Allerdings ist das nur pompös aufgeblasener Quatsch und hat mit ordentlichem
Journalismus überhaupt nichts zu tun. Wenn Ihre Halbschwester auch nur
den Mund aufmacht kommt da gleich diese rechte Hetzkampagne hervor die,
wie auswendig erlernt, erscheint. So zumindest mein Eindruck.
Ich meine ich verstehe ja, dass es bestimmt nicht leicht war in diesem Land
als Tochter von Ulrike Meinhof aufzuwachsen aber der Stachel sitzt bei B.Röhl
auch nach 34 Jahren, wohl sehr tief. Was bedauerlich ist.
Liebe Anja,
wenn ich also etwas zu Ihrer Unterstützung tun kann, dann lassen Sie es mich
bitte wissen.
Es grüßt Sie herzlichst,
Andrea
Liebe Anja!
eine berührende und sehr treffende Beschreibung von dem ,was Sie als “sanften Mißbrauch” beschrieben haben.Ich habe ähnliches erlebt und genau diese “Sanftheit” macht es später noch viel unmöglicher,darüber zu sprechen.(es hat ja nicht wehgetan..)
Danke für Ihren Mut damit an die Öffentlichkeit zu gehen!
Alles gute für Sie !
Mechthild Nowak
die zeit ist reif für eine pädophiliedebatte und trotzdem erleben und ernten manche opfer misstrauen oder werden der unwahrheit bezichtigt , indem ihnen vorgehalten wird, warum sie erst nach jahrzehnten über ihre schrecklichen geschehnisse berichten.
es ist immer noch nicht selbstverständlich, liebe Anja Röhl, als missbrauchsopfer aus der rechtfertigungsecke herauszukommen und gerechtigkeit zu erhalten. insbesondere, wenn die pädokriminellen männer zur gesellschaftl. prominenz zählen.
ich bin entsetzt über das, was ihnen schon in der kindheit widerfuhr und wie sie durch das bisherige schweigen mit dieser schrecklichen last leben mussten.
gut, dass sie den mut gefunden haben, dieses tabuthema als betroffene öffentlich zu machen. denn hier zeigt sich nur die spitze eines eisbergs!
es ist bezeichnend für die frauenabwertung, -demütigung , wenn nicht sogar ein beweis für frauenhass, dass männer das ` lolita-prinzip` kreiert haben, damit sie sich ein alibi verschaffen für ihre pädo-sexuellen phantasien und ihr pädo- sexuelles begehren jungen mädchen, kindern gegenüber – und somit die schuld auf unschuldige junge mädchen abwälzen.
wie feige sind diese männer , dass sie nicht einmal den mut besitzen und ihr fehlverhalten eingestehen? wie kann männern überhaupt noch vertraut werden, wenn sie sogar kleinstkinder mit sinnlichkeit und erotik in verbindung bringen, wie herr Röhl es getan hat?
ich verabscheue diesen mann auch wegen seiner pädo-porno-postille `konkret`..
es grüsst sie ganz herzlich Anne – lassen sie sich nicht von menschen runterziehen, die ihnen schlecht gesonnen sind .
Liebe Anja,
ich bin am selben Tag geboren (19.02.1955) wie Sie und bin im selben Alter und auf ganz ähnlich “sanfte” Art und Weise von meinem Onkel missbraucht worden.
Erschwerend hinzu kommt, dass ich den Verdacht habe, dass mein Onkel damals einen Sexualmord, der nie aufgeklärt wurde, begangen hat.
Ich kenne den Namen des getöteten Kindes, so ungefähr das Jahr, weiß noch, wo der Tatort war und andere Details. Vor einer Anzeige aber hatte ich Angst.
Ihr mutiger Bericht hilft mir, nach einem kompetenten Ansprechpartner zu suchen.
Birgit
Immer wieder kommen diese schrecklichen Bilder hoch und mir tut bis heute die Familie dieses Mädchens leid, da der Mörder wohl nie gefunden wurde.
Liebe Anja,
die Debatte geht weiter. Bitte nicht klein kriegen lassen. Da gibt es mehr Leute die hinter dir stehen, als du denkst.
Habe jetzt ein Forum zum Thema “sexueller Missbrauch” eröffnet.
Wenn du mich mit Infos zum hier diskutierten Thema, versorgen kannst die ich dort im Forum benutzen darf, dann wäre das toll! Page ist: Chaotenzentrale.de.
Liebe Grüße,
Andrea
Hallo,
ich würde gerne etwas tun , also solchen Kindern helfen aber leider habe ich absolut keine Ahnung wie das möglich ist.
Ich habe hier auf meiner Seite, wenn Sie etwas nach unten scrollen, einen kurzen Beitrag unter dem Titel, wo ich für Frauenorganisationen spenden kann, dort habe ich die Wildwassergruppen angeführt, von denen können Sie sich eine in Ihrer Nähe aussuchen, da können Sie persönlich vorbeischauen, ansonsten unterhält auch der Kinderschutzbund viele gute Beratungsstellen für Betroffene, da ist ehrenamtliche Arbeit absolut erwünscht, beim Frauennotruf in Kiel sind gute Leute, MISS-Beratungsstelle in Bergen auf Rügen, überall kann man spenden, aber oft sich auch nützlich machen
Grüße
Anja
Durch Zufall bin ich auf diese Seite geraten ,ich hatte einen Stiefvater der mich auch quälte. Nach fast 4o Jahren kam dann mein totaler Zusammenbruch.Meine Schwester war auch betroffen,als sie mit 17 Jahren auszog fing für mich so richtig die Hölle an.Ich bin auch der Meinung das dieses Verhalten unbedingt stärker an Die Öffentlichkeit muß.Bin ich froh das es Menschen wie Anja Röhl gibt.Ich wünsche dir alles Gute.Gruss Gabi
[...] Die Zeit ist reif zur Pädophiliedepatte [...]
Ich finde es außerordentlich mutig von dir, diese Dinge öffentlich zu machen und bewundere dein Durchhaltevermögen.
Es ist in der Tat allerhöchste Zeit, die Pädophiliedebatte aufzunehmen, und vor allen Dingen die Richtung der Diskussion nicht von den Tätern bestimmen zu lassen!
Auch “sanfter Missbrauch” ist Missbrauch. Alle, die das Glück hatten, kein Opfer zu werden, sollten sich dennoch mit diesen Taten auseinandersetzen und die Opfer unterstützen.
die zeit ist nie wirklich reif. und es ist dennoch gut, dass die wahrheit offenbar wird.
denn es gibt noch immer dieselben widerstände und auch die aggressionen wider die opfer solcher taten. (hab die taz-leser-kommentare gelesen)
aber dennoch es ist gut, dass sie davon schreiben.
Hallo, ich bin hier zufällig gelandet. Ich kenne sie zwar nicht, aber ich glaube, dass ihr Leben in vielfacher Hinsicht überaus schwierig war. Trotzdem scheinen sie ihr Schicksal gut gemeistert zu haben.
Das Thema MIssbrauch ist allgegenwärtig. Als ich noch sehr klein war, sicher unter 5 Jahre alt, passierte mir ähnliches. Ein angeheirateter Großonkel, den ich mit einer Großtante einmal im Jahr besuchen ging, zog sich jedesmal mit mir ins Nebenzimmer zurück, berührte und küsste mich. Es war eklig. Dieser Mann war kein Linker, sondern ein Nazi. Als ich Lehrling war, hatte ich zwei Chefs. Einer von ihnen forderte mich ständig auf, mit ihm zu schlafen. Ich war ca. 16 Jahre alt, sah aber aus wie elf, oder zwölf. Manchmal wurde er richtig aggressiv, weil ich immer höflich, aber bestimmt ablehnte. Das ging über drei jahre so, fast Tag für Tag. Er sprach immer wieder junge Frauen an und hatte auch Erfolg damit. Seine Frau machte dabei mit. Es ärgerte ihn wahnsinnig, dass ich nicht auf ihn einging. Da brachte er einmal seine Stieftochter mit. Sie war ungefähr in meinem Alter. Er setzte sich auf einen Sessel, sie musste sich auf seinen Schoß setzen und dann küsste er sie lange und innig. Dieses Schauspiel war für mich gedacht, das begriff ich, vermutlich soltle es etwas ähnliches wie eine Aufforderung sein. Ob er mit ihr geschlafen hat weiß ich nicht, aber ich nehme es an und vermutlich wusste auch davon seine Frau. Dieser Mann war ein Linker.
Man sollte nicht so großes Gewicht auf die politische Ausrichtung der Täter legen. Politische Gesinnung ist meistens nicht mehr, als ein Gewand, das sich jemand anzieht, um es irgendwann gegen ein anderes zu tauschen. Das wahre Wesen eines Menschen ist nie politisch, es verbirgt sich nur oft erfolgreich hinter politischen Aussagen.
Ich glaube es kommt nie auf die politische, oder religiöse Überzeugung an und ich glaube auch nicht, dass diese Männer wirklich pädophil sind. Es macht es nur leichter, weil man sich im Recht wähnt, wenn andere behaupten, man handele richtig. Sie nehmen einfach was sie leicht bekommen können und was sich möglichst wenig wehren kann. Es trifft ja auch nicht nur Mädchen. Ich habe zweimal Buben mit alten Männern gesehen, wo ich absolut sicher war, dass sie missbraucht werden. Aber es waren Fremde und nur weil man das Gefühl hat, es wäre so, wird niemand einschreiten.
Es wäre wichtig, dass die Betroffenen sich nicht dort, oder da äußern, sondern dass man eine zentrale Stelle schafft, für die ganze EU, wo man Fälle sammelt, denn erst die Masse macht Eindruck.
In einem islamischen Land hat einmal eine Zeitung, oder ein Radiosender (ich erinnere mich nicht genau) Jugendliche aufgefordert, Briefe über ihre diesbezüglichen Erlebnisse zu schreiben und man war überrascht, dass so viele Jugendliche tatsächlich darüber schrieben.
So eine Aktion würde man brauchen.
Hallo Anja!
Super,vielen Dank für Deinen Mut!! Endlich ein “Opfer” welches keine Scham zeigt.
Ich würde auch gerne an die Öffentlichkeit gehen, mir fehlt aber leider die Energie,da mich meine Depressionen noch im Griff haben,die mir durch Mißbrauch (kein sexueller) richtig reingedrillt wurden. Trotz einiger Therapien beherrschen sie mich immer noch!
Da ich nicht sexuell mißbraucht wurde,wäre mein Anliegen den Begriff Mißbrauch in der Öffentlichkeit weiter zu definieren und der Öffentlichkeit beizubringen ” in die Wahrheit zu schauen” und auch etwas zu unternehmen,einschließlich der Behörden. Durch meine Lebensgeschichte,bin ich kaum in der Lage meinen Lebensunterhalt selber zu verdienen, da solche Erlebnisse immer zu jeder Tages- und Nachtzeit mitgeschleppt werden und an denen man schwer zu tragen hat.So schwer,daß das Grundgefühl schwer,schwach,phlegma meine anderen Gefühle gar nicht hoch kommen läßt und ich somit mehr halbtot als lebendig rum laufe. Wir sollten der Öffentlichkeit klar machen, daß es SEELISCHER MORD ist und dieses auch so bestraft wird. Was sind sechs Jahre Haft ,wenn Betroffene ein Leben lang damit zu tun haben?Dahin sollte das Bewußtsein in der Öttentlichkeit gesteuert werden. Ich habe noch viele Ideen, die ich hier wohl als Deutscher in Österreich umsetzen werde, da ich die Generationen nach mir schützen will, weil es kein Leben ist mit den Grundgefühlen “Schwach , Minderwertig, Null Bock auf Nichts und in den schlimmsten Phasen, quälende, zerreissende Selbstmordgedanken sein Leben bestreiten muß!! Das ist kein Leben!!!!!!
Ich hoffe Du machst weiter und es bleibt nicht bei dem einen Artikel – wir können ja Ideen austauschen!!! Vielen, vielen Dank noch Mal für Deinen Mut auch, ich glaube im Namen der jetztigen und nachfolgenden Opfer, die es hoffentlich bald nicht mehr so zahlreich geben wird, wenn wir das Bewußtsein für Mißbrauch in der Öffentlichkeit stärken.
MfG
Jens