Anja Röhl

Die Frau meines Vaters – Erinnerungen an Ulrike Meinhof – Nächste Lesungen

Die Frau meines Vaters

Roman über eine Kindheit in der Adenauer-Ära mit intensiven Naherinnerungen an die Ulrike Meinhof, die neue Frau des Vaters. (von Anja Röhl, der Tochter aus erster Ehe des Klaus Rainer Röhl)

Originalveröffentlichung Gebunden mit Schutzumschlag, ca. 160 Seiten ca. € (D)  18,– € (A)  18,50 €, http://www.edition-nautilus.de/programm/belletristik/buch-978-3-89401-771-2.html

Das Buch erzählt die Geschichte einer Kindheit. Die Begegnung mit einer außergewöhnlichen Person der Zeitgeschichte wird aus einem bisher nicht bekannten Nahsichtblickwinkel  beschrieben.

Als Tochter aus erster Ehe Klaus Rainer Röhls lernt Anja im Alter von fünf Jahren die neue Freundin und spätere Frau ihres Vaters kennen: Es ist Ulrike Meinhof. Es entsteht eine unerwartet intensive Beziehung, die über Jahre anhält, auch  als Ulrike Meinhof in Isolationshaft in Köln Ossendorf und später in Stammheim einsitzt. Anja Röhl besucht sie im Gefängnis, erhält von ihr Briefe, ein neuer Blickwinkel auf Ulrike Meinhof. 

Das Buch ist eine literarische Verarbeitung von Erinnerungen an Ulrike Meinhof: Diese Erinnerungen werden auf dem Hintergrund von Kindheitserlebnissen in Erziehungsinstitutionen, dem Postfaschismus der Adenauer-Ära, fehlender Elternkompetenz der Kriegs- und Führerkinder, und der Zeit der Studentenproteste während des Kalten Krieges chronologisch aufgeblättert.

Dies geschieht aus Sicht eines Kindes, einer Jugendlichen, einer jungen Frau. In Hamburg,  in Westdeutschland, zwischen 1958 und 1976. Die Erinnerungsstücke fügen sich in äußerster Verdichtung wie Filmszenen montagehaft zusammen.

Die familiäre Begegnung mit der historischen Person Ulrike Meinhof, die in ihrem journalistischen Wirken gegen die Wiederbewaffnung, gegen die Notstandsgesetze und als Vordenkerin der Überwindung des Kalten Krieges, aber auch mit vielen pädagogisch-emanzipativen Aspekten in dem Buch mehr und mehr Raum gewinnt, wirkt durch rückhaltlose Subjektivität authentisch und gewinnt durch Authentizität an Wahrheit. Eine Wahrheit, die sich gegen die bisherige familiäre Deutung dieser historischen Person stellt und ebenso gegen den Bann, den die bürgerliche Gesellschaft über diese Intellektuelle und Widerständlerin bis heute verhängt hat.

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Lesungen:

Die Nachfrage nach Lesungen ist groß, siehe Archiv.  Gern nimmt die Autorin und/oder der Nautilusverlag weitere Lesungsanregungen und -vorschläge an.

Nächste Lesungen:

2016:

18.6.16 in Brilon (Sauerland), im „Haus am Kurpark“,  Hellenhohlweg 40, D-59929 Brilon Wald, Lesung auf der Jahrestagung des Verbands ehemaliger Heimkinder e.V. (VeH), Kontakt über: h.dettinger@veh-ev.eu

SOMMERPAUSE

Auszüge aus Pressestimmen unter: http://www.edition-nautilus.de/programm/belletristik/buch-978-3-89401-771-2.html

Buch bestellen oder Lesungsanfragen:  Nautilusverlag

Übrigens: Lieber über einen Buchhändler Ihrer Nähe bestellen als über Amazon, kleine Buchhandlungen unterstützen!

Einige Interviews und Rezensionen:

http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=18046

http://www.tagesspiegel.de/kultur/ulrike-kann-alles-erklaeren/8494866.html

http://www.diedrei.org/2013/Heft9_2013/Roehl-Reif-DD1309.pdf

http://infothekberlin.podspot.de/post/ulrike-meinhof-als-mutter/

http://www.schattenblick.de/infopool/d-brille/report/dbri0008.ht

 

Kommentare

Es gibt 6 Kommentare für "Die Frau meines Vaters – Erinnerungen an Ulrike Meinhof – Nächste Lesungen"

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  • anja sagt:

    Liebe Antje Schrupp

    Es sind nur insgesamt 5 Seiten von 165 Seiten geschwärzt worden, das ist also nicht so viel, es handelt sich jeweils um kurze Sätze inniger Schilderungen aus dem Leben meiner Geschwister, die aus Gründen nicht erteilter Genehmigungen persönlichkeitsrechtlich geschützt werden müssen. Die Inhalte kann man sich aus dem Zusammenhang erschließen.

    Anja Röhl

  • revolutionäre sagt:

    hallo,anja!
    ich freue mich,daß Du dieses buch geschrieben hast!
    leider habe ich Deine Lesung auf dem UZ-pressefest versäumt(habe auch keine Ankündigung dafür im Programm gelesen?!).
    ich werde mich dafür stark machen,daß Du mal in Oldenburg in Niedersachsen lesen kannst!
    rote grüße von r…..

  • anja sagt:

    Sehr gern, prima

  • anja sagt:

    Gerne, unbedingt, da komme ich gern hin.

  • Leo Jogisches sagt:

    Hallo Anja,
    zu allerallererst äußerst herzlichen Dank für die Widmung, die Du gleich im Vorwort auch mir ausgesprochen hast.
    Ich hab´ mir ja auf der LiLiMe in Nürnberg am vergangenen Wochenende ´n bisschen Literatur besorgt. Dein Buch hab´ ich als erstes begonnen zu lesen, warum, weiß ich nicht genau. Wahrscheinlich weil mir die Erinnerungen, Deine Erinnerungen, aus denen Du vorgelesen, so bekannt sind. Obwohl ich fünf Jahre jünger als Du, Scheidungskind bin, die Atmosphäre, die Du geatmest hast, genauso noch in der Nase habe als wäre es gestern. Als 60er Kind.
    Das Buch hab´ ich noch nicht zuende gelesen, jedoch kann ich jetzt schon sagen, daß es auch Teil meiner selbst. So wie es im Klappentext des Buches steht, ein Dokument, also ein Sprachrohr dessen, was auch ich selbst erfuhr, wenngleich auf andere Weise, na ja, auf meine halt.
    Und für dieses Sprachrohr, durch das Du ´n bisschen auch mich selbst vermittelst, nochmal danke, allerherzlichst.
    In Verbundenheit
    Gerd, ein Genosse aus Nürnberg

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