Anja Röhl

Transgenerationale Weitergabe von Nazi-Erziehung

Die Prinzipien der Nazi-Erziehung sind eindrücklich beschrieben worden, zuerst von Erika Mann (bereits 1938, nach Deutschland übersetzt erst in den 80-iger Jahren), dann von Siegrid Chamberlain, später von Sabine Bode und anderen Autorinnen. Die Konsequenzen dieser Erkenntnisse, dass nämlich die Wirkung der Nazi-Erziehung auf die betreffende Generation Kinder und Jugendlicher überaus schädlich war, insbesondere mit der späteren Vermischung dieser Grundlagen mit den Kriegstraumata und den Nachkriegserfahrungen, das kommt erst allmählich zu einem öffentlichen Bewusstsein. 

Die betreffenden Generationen bestimmten zwischen 1949 und 1989 in beiden deutschen Staaten Gesellschaft und Politik entscheidend, denn sie gingen während dieser Zeit  ihrer Hauptberufstätigkeit nach. Wie hier die Nazi-Erziehung durchwirkte, wie sie verdrängt, verborgen gehalten, unterdrückt, aber unzweifelhaft wirksam war und auf welche Weise, das ist Inhalt meiner wissenschaftlichen Untersuchungen und Vortäge. Es konnte weitere Generationen hindurch wirksam werden wie ein schleichendes Gift und es beeinflusst unsere Auffassung vom Kind und unsere Pädagogik bis heute.

Inhalt:

Wurzeln der Nazi-Erziehung in der schwarzen Pädagogik, Modernisierung und Perfektionierung entwicklungspsychologisch schädlicher, kinderfeindlicher und krankmachender Prinzipien, Wirkung auf Säuglinge, Kleinkinder, Schulkinder und Adoleszenten, in Kombination mit Kriegstraumata, dem Verlust der Staats- und Führerbindung und dem „Zusammenbruch“, Spätwirkung der Gefühls- und Kinderfeindlichkeit auf Erziehungsinstitutionen, Heime und Kindergärten, auf die nächste und die eigene Kindergeneration bis heute.

Der Inhalt dieser Thematik wird als Vortrag in verschiedenen Varianten, sowie als Hochschul- und VHS-Seminar angeboten

1. Nazi-Erziehung und Bindungstheorie, sowie transgenerationale Weitergabe von pathologischen Erziehungsmustern:  Über den Zusammenhang zwischen der Erziehung, der die jetzge Altengeneration von Eltern und Gesellschaft während des Faschismus erlitten hat, die sich, zusammen mit den nachfolgenden Kriegstraumata, oft zu einer gefährlichen Gemengelage verbunden hat, welche auf bestimmte Weise auf die nachfolgenden Generationen gewirkt hat und noch immer einwirkt, als Vortrag und als Dreitagesseminar möglich.

Vorträge zu diesem Thema liefen bereits am:

27.10.15 um 19 Uhr in Bielefeld, im Buchladen Mondo, Elsa-Brändström-Straße 23, 33602 Bielefeld

22.4.15,  hier: http://www.ngfp.de/2015/02/psychoanalysepsychotherapie-im-gesellschaftlichen-kontext/

26.5.15 in Hamburg um 19 Uhr im Rahmen der Woche des Gedenkens: Vortrag zur transgenerationalen Weitergabe von Nazi-Erziehung. um 19 Uhr in Hamburg Eimsbüttel, Christuskirche, Gemeindesaal, Bei der Christuskirche 2, 20259 Hamburg

2. Nazi-Erziehungsprinzipien und ihre transgenerationale Weitergabe in seiner Wirkung auf die Heimerziehung während des Kalten Krieges bis heute

Vorträge zu diesem Thema liefen bereits:

2014: Museum Kreuzberg anlässlich des Stralauer Symposiums

2015: In Freistatt: Moderation einer Diskussion zu diesem Thema im Museum Freistatt, das sich bemüht die Heimkinderproblematik während der 60/70er Jahre aufzuarbeiten

                                                                    Buchung über Anja Röhl, Impressum dieser Webseite

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